home_01.gif learninghandysignaturbusinessbürgerkarteeuropean uniongovernment Edugov Logo home_18.gif

E-Government


Computer, Handy, Internet: Wir befinden uns in einer durch und durch technischen und auch technologischen Gesellschaft und sind – ohne es zu bemerken – ständig von Technologie umgeben. Mobilfunk und Web sind unsere „neuen“ Kommunikationssysteme, ohne die unsere Gesellschaft nicht mehr funktionieren würde. Unvorstellbar, kein Telefonat mehr mobil machen zu können. Kaum denkbar, nicht mehr Nachrichten per E-Mail binnen Sekunden weltweit verschicken oder sich mit einigen Klicks Informationen im Web beschaffen zu können.
Aber nicht nur wir als Bürger leben einen digitalen Lebensstil, sondern auch Ämter und Behörden setzen voll und ganz auf Informationstechnologien und müssen in der Sprache der Gegenwart kommunizieren. Und dafür wurde schon vor Jahren der Begriff E-Government geprägt.

Was ist E Government?

E-Government heißt übersetzt eigentlich „elektronische Regierung“. Allerdings hat sich der Begriff E-Government weltweit als Begriff für „Regieren und Verwalten mittels elektronischer Technik“ etabliert. Grob gesagt, versteht man darunter das Online Angebot des Staates.
Man unterscheidet folgende Interaktionsebenen im E Government:

  • Information: Bereitstellung von Informationen, etwa auf der Webpräsenz einer Behörde.
  • Kommunikation: Möglichkeiten zum Austausch und interaktiven Abruf von Informationen.
  • Transaktion: Eigentliche Durchführung von Dienstleistungen, etwa mit signiertem Antrag und elektronischer Zustellung eines Bescheides.

E-Government meint die Gesamtheit aller elektronischen Angebote der öffentlichen Verwaltung für die Menschen im Land und ist auch Synonym für einen modernen und innovativen Staat, in dem Qualität, Vertrauen und Tempo zentrale Elemente sind.

Ämter und Behörden nutzen Technologien wie Internet oder Mobilfunk, um mit den Bürgern und den Unternehmen in Kontakt zu treten. Auch interne Arbeitsläufe der öffentlichen Verwaltung und Behörden werden durch die neuen Technologien unterstützt. E-Government betrifft jeden Bürger, jedes Unternehmen und jede Behörde. Viele Dienstleistungen ersparen den alt bekannten „Weg zum Amt“, weil Anträge via Internet zur Behörde geschickt werden können, weil die Bürger und Unternehmer mittels neuer Kommunikationstechnologien interaktiv mit der Verwaltung kommunizieren. Und da es im World Wide Web praktisch keine Sperrstunde gibt, können rund um die Uhr Anträge im elektronischen Amt abgegeben werden. Mit E-Government wird auch die Verwaltung auf ein neues Niveau gehoben: Historisch gewachsene Prozesse und Formulare werden überprüft, gegebenenfalls erneuert oder ganz entrümpelt.

Allerdings heißt E-Government nicht Zwangsbeglückung – Behördenwege können, müssen aber nicht im Internet erledigt werden. Für all jene, die den persönlichen Kontakt mit Behördenvertretern bevorzugen oder die nach wie vor Scheu im Umgang mit „dem Internet“ haben, wird es weiterhin möglich sein, selbst beim Amt vorbeizuschauen.

Der Nutzen von E-Government

E-Government bedeutet für Bürger, beispielsweise die Arbeitnehmerveranlagung, das Stipendium oder eine Strafregisterbescheinigung via Internet beantragen zu können. Manche Dokumente wie etwa der Meldezettel werden überflüssig, weil Meldedaten zwischen Behörden direkt elektronisch ausgetauscht werden können.
E-Government bedeutet für Unternehmer, den Antrag für das Gewerberegister online stellen und den Eintragungsbescheid online abholen zu können, Fragen zur Kommunalsteuer oder zu Außenhandelsfragen im Internet beantwortet zu bekommen. Informationen über betriebliche Versicherungen können ebenso abgerufen werden, wie aktuelle Gesetzesnovellen zu Landes-, Bundes- oder EU-Gesetzen.
E-Government bedeutet für Behörden und die Verwaltung, Arbeitsabläufe wie das Baustellenmanagement, die elektronische Zollabfertigung oder die gesamte Materialwirtschaft sowie die gesamte Aktenverwaltung auf Grund des Einsatzes dieser neuen Technologie- und Kommunikationsformen optimieren zu können. E-Government ist Gegenwart und Zukunft zugleich.
E-Government wird nicht nur die Dienste verbessern, Kosten sparen, Arbeitsabläufe effektiver gestalten und selbstbestimmtes Arbeiten ermöglichen, es bedeutet zugleich mehr Transparenz in der Kommunikation Bürger/Unternehmer mit der Verwaltung, es eröffnet neue Informationszugänge, neue Informationsangebote und – eine der wichtigsten Versprechungen – mehr Mitsprachemöglichkeiten, mehr Partizipation. Denn E-Government ist die Basis für E-Demokratie, für elektronisch gelebte Demokratie. So es der Wille der Mehrheit der Bevölkerung ist, werden wir künftig nicht nur elektronisch unsere Meinung abgeben und an Abstimmungen teilhaben, sondern auch in der Sprache der Gegenwart, Handy und Internet, bei Wahlen unsere Stimme abgeben. E-Demokratie entsteht auch durch die Vereinfachung der Kommunikation zwischen Bürgerin/Bürger, Legislative und staatlichen Institutionen. E-Government bedeutet vor allem: Mehr Bürgernähe.

Die vielen neuen Chancen

E-Government hat in Österreich schon früh begonnen, seit 1998 haben die Ämter und Verantwortlichen am Ausbau der Dienste kontinuierlich gearbeitet. Die Kommunikation zwischen den Behörden hat sich durch E-Government-Lösungen verbessert. Es wurden und werden neue Dienstleistungen und Service-Angebote entwickelt und bestehende Abläufe verbessert und modernisiert. Es gibt bereits einige Behördenverfahren, wie etwa der Online-Steuerausgleich, die komplett im Internet abgewickelt werden können. Österreich ist damit nicht nur einer der Vorreiter innerhalb der EU, sondern gilt auch als globales Beispiel dafür, wie E-Government funktionieren kann bzw. soll.

Hinweis:

Hier könnten für die Allgemeinheit zur Vertiefung noch die Web-Links und Tools zu den Modulen angeführt werden. Die restlichen Unterrichtsmaterialien eigenen sich wahrscheinlich nicht für den allgemeinen Gebrauch.

Hier geht es zu den Unterrichtsmaterialien